| |
Im Jahre 1502 landet Christoph Kolumbus an der Karibischen Seite Costa Ricas (im heutigen Hafen Limón) Er traf südlich von der Landestelle auf Indianer mit Gold und deshalb nennt Kolumbus die Region Costa Rica (Reiche Küste).
Zwanzig Jahre später (1522)landen die Spanier an der Pazifikküste von Costa Rica und versuchen den scheiterhaften Versuch sich auf der Halbinsel Nicoya anzusiedeln.
Einundvierzig Jahre später (1563) wird Costa Rica von den Spaniern durch einen Feldzug von Nicaragua aus für die Besiedlung geöffnet. Cartago wurde 1564 gegründet. Ab 1568 wird das bis dahin von Nicaragua aus verwaltete Costa Rica direkt der Regierung Guatemalas unterstellt.
Von 1570 bis 1821 steht in Costa Rica die Zeit still. Die Bevölkerung von ca. 20.000 Menschen lebt ausschließlich in kleinbäuerlichen primitiven Verhältnissen im Valle Central.
Im Jahre 1821 wird Costa Rica unabhängig und gibt sich zwei Jahre später eine erste Verfassung
In 1855 macht sich der amerikanische Abenteurer William Walker zum Präsidenten des Landes, doch angesichts seiner politischen Ziele - die Einführung der Sklaverei und Schaffung eines von den USA abhängigen zentralamerikanischen Vasallenstaates - erklärt ihm Costa Rica 1865 den Krieg. Walker wird zweimal geschlagen und gibt 1867 auf.
In 1871 erschüttert eine neue liberale Verfassung die Herrschaft der Kaffee-Aristokratie ; die rasch wachsende Mittelschicht übernimmt die Vorherrschaft und entsprechende demokratische Prinzipien etablieren sich. Der Bau der Atlantikbahn wird begonnen, die in der Folge 1889 die United Fruit Company in das Land bringt.
In 1948 führt der Versuch einer Wahlmanipulation durch die regierende Republikanische Partei zum Bürgerkrieg, den die oppositionelle Gruppe unter José Figueres gewinnt.
Ein Jahr später wird unter Figueres eine neue Verfassungsreform ausgearbeitet, die auf eine weitere Stärkung der bürokratischen Mittelschichten und der demokratischen Institutionen abzielt. Die spektakuläre Auflösung der Armee und das Verbot der Wiederwahl eines Präsidenten soll zukünftige Wahlmanipulationen verhindern.
Die Krise der 80er Jahre bringt die Wohlfahrtspolitik Costa Ricas in finanzielle Schwierigkeiten. Geplante Sparmaßnahmen müssen aufgrund von Unruhen zurückgenommen werden. Die zunächst positive Haltung gegenüber der andinistischen Revolution in Nicaragua schafft weitere Spannungen, da konservative Kreise den Sandinisten eher skeptisch gegenüberstehen und die USA zunehmenden Druck auf Costa Rica ausüben.
